Donnerstag, 8. Januar 2015

Cast Away - Verschollen (2000)

Tom Hanks landet nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel und liefert uns eine moderne Variante einer Robinson-Crusoe-Geschichte in Cast Away - Verschollen. In einem über zwei Stunden langen Film mit einer geradezu winzigen Anzahl an Dialogen schafft es der Film trotzdem voll und ganz zu unterhalten.

Cast Away - Verschollen

Originaltitel: Cast Away
Produktionsland: USA
Veröffentlichungsjahr: 2000
Regie: Robert Zemeckis
Haupt-Darsteller: Tom Hanks, Helen Hunt, Chris Noth, Nick Searcy
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: 144 Minuten
Kurzbeschreibung: Einen Volleyball der Marke Wilson wird man nach Cast Away – Verschollen ebenso sehen wie Tom Hanks – und lieben. Robert Zemeckis inszenierte die moderne Robinsonade. (Quelle: Moviepilot.de)


Kritik:

Chuck Noland (Tom Hanks) lebt seinen Job als FedEx-Angestellter aus wie kaum ein Anderer. Darunter muss allerdings sein Privatleben etwas leiden, da er ständig über den Globus fliegen muss und seine Freundin Kelly (Helen Hunt) darum oft zu Hause allein lässt. Kurz bevor er ihr einen Antrag machen will, muss Chuck schon wieder verreisen und steigt in ein Flugzeug nach Übersee. Fatalerweise gerät sein Flug in ein heftiges Unwetter und stürzt mitten im Ozean ab. Chuck kann sich gerade noch auf ein aufblasbares Rettungsboot hieven und schafft es so die Nacht zu überstehen. Am nächsten Morgen wacht er auf einer Insel auf, die komplett verlassen zu sein scheint. Nun muss er sich mit seiner Situation arrangieren und sehen ob er es schaffen kann wieder nach Hause zu kommen.

Es ist schon eigenartig, aber immer wenn man den Namen Tom Hanks als Hauptdarsteller hört, scheint man einen tollen Film vor sich zu haben, zumindest kommt mir das in letzter Zeit immer öfter so vor. So ist der US-Star schon längst einer der beliebtesten Schauspieler in Hollywood und hat für seine überragenden Performances in Forrest Gump und Philadelphia beide Male den Oskar als Bester Hauptdarsteller gewonnen. Auch hier in Cast Away - Verschollen beweist er ein weiteres Mal, dass er eine unglaublich sympathische und unterhaltende Art des Schauspiels auf die Leinwand bringt, und zeigt sich von seiner besten Seite.

So schafft er es in einem Film, der mehr als zwei Drittel seiner Laufzeit auf Dialoge verzichtet trotzdem nicht die Spur von Langeweile aufkommen zu lassen und den Zuschauer am Ball bleiben zu lassen. Das ist auch Regie-Größe Robert Zemeckis Werk, der schon mit der Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie und Forrest Gump bewiesen hat, dass er ein hervorragendes Gespür für Filme hat und seinen Stil durch viele verschiedene Werke beibehält und damit unterhaltsame und durchweg gute Streifen abliefert. Auch Cast Away ist wieder filmisch gesehen super und harmoniert mit einem stimmigen Soundtrack und einer toll geschriebenen Geschichte.

Allerdings ist der ausschlaggebende Faktor des Films im normalen Leben nichts als ein lebloses Objekt: Der Volleyball Wilson! Chuck findet den Volleyball in einem FedEx-Paket und malt ihm bald ein Gesicht auf um jemanden zu haben mit dem Er sich in einsamen Stunden unterhalten kann. Nie zuvor schaffte es ein Objekt sich so in das Herz der Zuschauer zu schließen und in einigen Momenten sogar Gänsehaut zu erzeugen, hier muss man vor allen Beteiligten wirklich den Hut ziehen, denn Wilson "Leben" einzuhauchen ist eine Meisterleistung.

Cast Away - Verschollen weiß trotz eintönigem Setting und einem Hauptcharakter der mit einem Stoffball redet unglaublich schnell zu vergehen und verdammt viel Spaß zu machen. Eine tolle und schmerzhafte Geschichte inszeniert zu einer Odyssee eines einsamen Mannes mit dem sympathischsten Volleyball aller Zeiten erschaffen einen Film, der einfach wunderbar ist und den man sich zu jeder Begebenheit ansehen kann. Ein fantastischer Tom Hanks und ein überragender Wilson schaffen für mich die perfekte Robinson-Crusoe-Hommage.

Wertung: 8/10

Tolles Casting für Wilson meint: Maxim Braun




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