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Donnerstag, 23. Juli 2015

Filmtipps der Woche - 24. Juli 2015

Es ist so weit, das Wochenende steht mal wieder vor der Tür und man will die Tage mit einem guten Film ausklingen lassen, doch was lohnt es sich wirklich anzusehen? Filmtastisch liefert euch jeden Freitag neue Tipps aus dem Kino oder der DVD-Sammlung, die man gesehen haben sollte!


Kinotipp:


Ant-Man (2015) von Peyton Reed, mit Paul Rudd und Michael Douglas.

Lange sah es danach aus, dass Marvels neuer Film sich nicht ernst genug nehmen würde um ins Franchise zu passen. Doch eben weil er das tut, ist er sehr erfrischend anzusehen und macht dank Paul Rudd, Michael Douglas und Michael Peña wirklich jede Menge Spaß. Wenn er dann doch mal auf der seriösen Schiene fährt, kann das auch schon Mal ein bisschen nervig werden, und auch die Klischees bleiben natürlich nicht aus, doch gute Unterhaltung bietet der Film allemal.


Action-Tipp:

 

Last Samurai (2003) von Edward Zwick, mit Tom Cruise und Ken Watanabe.

Es ist irgendwie verständlich, wenn man mit Filmen wie Gladiator oder Last Samurai nichts anfangen kann, da sich ihre historische Darstellung leicht kritisieren lässt. Trotzdem erfüllt der Samurai-Film hier voll seinen Zweck und schafft es eine sehr unterhaltsame Version von Der mit dem Wolf tanzt im japanischen Raum zu entwerfen. Tom Cruise und Ken Watanabe sind zudem einfach grandios gut und die Kampfsequenzen sehr schön in Szene gesetzt.


Ganz schön harter Tobak:

 

Biutiful (2010) von Alejandro González Iñárritu, mit Javier Bardem und Eduard Fernández

Tolles Drama vom Birdman-Regisseur in dem Javier Bardem eine gefühlvolle und wunderschöne Performance abgibt. Er spielt einen Mann, der seit jeher schon eine mysteriöse Verbindung zum Tod besitzt, und der weiß, dass er bald sterben wird. Dabei muss er sich im Verbrecherviertel von Barcelona auch noch um seine beiden Kinder und deren geistig verwirrte Mutter kümmern. Ein Film, der ruhig und lang ist, aber sehr zu Herzen geht und einfach traurig schön ist.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Edge of Tomorrow (2014)

Tom Cruise als feiger Soldat, der gezwungen wird, in den Krieg gegen Außerirdische zu ziehen und nach jedem Tod von vorne anzufangen. Was nach einem übertrieben beschissenem Trash-Mix von Und täglich grüßt das Murmeltier und Starship Troopers klingt, überrascht den Zuschauer doch durch starken Unterhaltungswert.

Edge of Tomorrow

Originaltitel: Edge of Tomorrow
Produktionsland: Austrailien / USA
Veröffentlichungsjahr: 2014
Regie: Doug Liman
Haupt-Darsteller: Tom Cruise, Emily Blunt, Brendan Gleeson, Bill Paxton
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: 113 Minuten
Kurzbeschreibung: Im Science-Fiction-Drama Edge of Tomorrow stirbt Tom Cruise im Kampf gegen Aliens, nur um immer wieder am Vortag zu erwachen und erneut in die Schlacht zu ziehen. (Quelle: Moviepilot.de)


Kritik:

In naher Zukunft hat die Menschheit ein gewaltiges Problem: Außerirdische mit unguten Absichten, sogenannte Mimics, haben weite Teile Deutschlands und Frankreichs eingenommen und bewegen sich nun Richtung England. Nichts scheint sie aufhalten zu können, bis die Soldatin Rita Vrataski (Emily Blunt) in einer Schlacht nahezu allein Hunderte der Kreaturen besiegt. Major Bill Cage (Tom Cruise) ist an jenem Krieg nur gering beteiligt und ist schockiert, als er an die Front geschickt werden soll, anstatt wie üblich ungefährliche Berichterstattungen zu machen. Nachdem er sich weigert, wird er gefangen genommen und als Deserteur behandelt, was heißt er verliert seinen Status und wird ohne Kenntnisse der Waffen ins Gefecht geschickt. Natürlich stellt er sich nicht allzu geschickt an, und nachdem er die ersten Minuten am Leben bleibt, wird er tödlich von einem Alien verletzt, schafft es aber noch einen speziellen Mimic, der sich von den anderen unterscheidet, in die Luft zu sprengen. Doch nachdem Cage stirbt, wacht er wieder im Lager auf, und das nicht nur dieses eine Mal. Schnell muss er sich auf die Suche machen nach jemandem, der ihm erklären kann, was mit ihm geschieht.

Auch wenn der Plot von Edge of Tomorrow noch so trashig klingen mag und man auch nie wirklich weiß, was man von Tom Cruise zu erwarten hat, dieser Film rockt! Doug Liman liefert uns hier einen actionreichen und sehr unterhaltsamen Sci-Fi-Kracher, der sehr kurzweilig daherkommt und die volle Laufzeit lang Spaß macht. Dabei ist der Film voller toll aussehender Schusswechsel und Spezialeffekte, die dem Film eine hervorragende Optik verleihen. 

Zudem wagt der Streifen hier etwas, in dem er es schafft, einen sehr starken Humor passend zur Action zu etablieren, von der sich viele andere Filme des Genres eine Scheibe abschneiden können. Edge of Tomorrow schafft es, gleichzeitig einige klasse Lacher zu erzeugen, was vor allem den beiden sehr sympathisch agierenden Hauptdarstellern zu verdanken ist, und dann wieder Momente zu erzeugen, die einfach klasse geschrieben sind und einem einen Funken Gänsehaut verpassen, sodass der Film spannend und stets auch charmant bleibt.


Wie schon erwähnt machen Tom Cruise und Emily Blunt das Herzstück des Films aus. Die beiden Schauspieler kommen überraschend vielschichtig daher und bauen eine so gute Chemie auf, wie man sie in vielen Filmen mit einer komplexeren Handlung nicht finden kann. Vielleicht ist es gerade jene Beziehung der beiden Charaktere, die diesen Streifen so unglaublich sympathisch und unterhaltsam machen. Zum Schluss weiß der Streifen dann sogar noch einmal für ein bisschen Verwirrung zu sorgen und lässt den Zuschauer mit einem perfekten Endcut zurück.

Edge of Tomorrow setzt nicht auf große Handlung, schafft es aber durch die tollen Hauptcharaktere und ein interessantes Konzept ein sehr unterhaltsamer Film zu sein. Durch tolle Bilder, Actionszenen und zündende Gags ist der Streifen einer der besten Actionfilme der letzten Jahre und weiß den wenig erwartenden Zuschauer an sehr vielen Stellen zu überraschen und zu begeistern.

Wertung: 7/10

Edge-bätch Tom Cruise-Hasser sagt: Maxim Braun



 

Mittwoch, 5. November 2014

Mission: Impossible (1996)

Mission: Impossible. Schon beim Namen liegt mir der Agenten-Soundtrack in den Ohren und ich sehe wie sich Tom Cruise von der Decke abseilt und das alles ohne, dass ich den Film je wirklich gesehen habe. Natürlich musste ich das jetzt mal nachholen:

Mission: Impossible

Originaltitel: Mission: Impossible
Produktionsland: USA
Veröffentlichungsjahr:1996
Regie: Brian de Palma
Haupt-Darsteller: Tom Cruise, Jon Voight, Emmanuelle Béart, Jean Reno
Altersfreigabe: FSK 12
Laufzeit: 110 Minuten
Kurzbeschreibung: Im ersten Film der weltweit bekannten Actionreihe muss Agent Ethan Hunt alles aufs Spiel setzen, um einen Maulwurf in den Reihen der CIA aufzuspüren. (Quelle: Moviepilot.de)


Kritik:

Die Geschichte beginnt mit einem Auftrag höchster Dringlichkeit: Die Spezialeinheit IMF (Impossible Mission Force) soll einen Verräter der CIA in Flagranti erwischen, während dieser versucht geheime Dateien zu stehlen, die dem Besitzer die Identitäten aller CIA-Agenten die in Osteuropa im Einsatz sind verraten. Doch bei der Festnahme geht einiges schief und auf einmal ist Geheimagent Ethan Hunt (Tom Cruise) auf sich alleine gestellt. Als sich dann herausstellt, dass die ganze Aktion von Anfang an nur der Suche nach einem Maulwurf innerhalb der CIA diente und nun Hunt im Visier der Ermittlungen steht, muss der Agent sich schleunigst beeilen seine Unschuld zu beweisen und die Personen zu finden, die ihm hier versuchen etwas anzuhängen.

Ich habe schon oft genug festgestellt, dass Tom Cruise ein heikles Thema sein kann.
Manche Leute kritisieren ihn wegen seiner Mitgliedschaft bei den Scientologen, manche behaupten, er könne einfach nicht schauspielen, oder sei eine nervige Persönlichkeit, andere mögen ihn eben einfach nicht. Ich will ehrlich sein, ich kenne ihn nicht, ich weiß nicht wie er tickt und woran er glaubt, aber vor der Kamera gefällt er mir fast immer gut. Cruise macht mir in der Regel viel Spaß, auch hier wieder. Ich finde es ist falsch ihn als schlechten Schauspieler zu bezeichnen, so hat er schon in einigen seiner Rollen (z.B.: Tropic Thunder, Collateral, Interview mit einem Vampir) bewiesen, dass er durchaus facettenreich spielen kann. Natürlich ist das was er hier abliefert keine oscarreife Glanzleistung, aber für einen Actionfilm durchaus solide und sympathisch anzusehen.


Der Film selbst hat einen super Soundtrack (dübdüb dada dübdüb dada NaNaNa! NaNaNa! NaNaNa! Dadüb!) und einige schöne Effekte. Das Cast ist insgesamt mit ein paar weiteren Größen besetzt, wie zum Beispiel Jean Reno, und funktioniert super. Desweiteren hat der Film einen ziemlich interessanten Handlungsstrang, der im Verlauf des Films auch noch um einiges verzwickter wird und vor allem auch noch einige Twists auf Lager hat, die zum Teil echt gut zünden. DOCH:

Mir ist da viel zu wenig Gefühl drin! Und damit meine ich jetzt nicht, dass ich mir ein paar Heulsequenzen gewünscht hätte nein, ich meine, dass Mission: Impossible weder wirklich auf Aktion setzt, noch auf viel Spannung oder Humor. Aber was bleibt denn dann? Ein Mischmasch aus allem und irgendwie doch aus nichts (Mischen wohl doch nicht so impossible...). Ein paar nette Lacher zünden, die Coolness-Aura hat Cruise natürlich drauf, aber so richtigen Witz und coole Agentensprüche lässt der Film aus. Die Actionsequenzen sind sehr selten vorzufinden und enden in einem Finale, dass mir persönlich wirklich zu affig war, und dass ich nicht als gutes Action-Feuerwerk werte. Und eben auch jene so wichtige Spannung ist nur in wenigen Teilen des Films vorzufinden - so ist zwar jene berühmte Szene, in der sich Hunt von der Decke abseilt, wirklich toll gemacht und spannend, doch bleibt sie leider eben auch irgendwie die einzige Szene des Films, die das für mich wirklich schafft.

Insgesamt ist Mission: Impossible also am Ende irgendwie... Naja nicht schlecht aber auch nicht so nah an "gut" dran, dass ich sagen würde, ich würde ihn mir ohne Widerstreben gerne weitere Male ansehen. Für Fans der Reihe, Tom Cruise oder generell von Action-Filmen ist bestimmt auch hier wieder nicht so viel zu meckern, wie ich alte Nervensäge das zu tun pflege und ich werde mal wieder die Hoffnung auf die Fortsetzungen setzen und darauf, dass diese mir mehr Spaß machen werden, aber das hier hat mir nicht so gut gefallen.

Wertung: 5/10
Hat jetzt erstmal eine geheime Cocktail-Mission: Maxim Braun